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geschriebenes Lob



Hildesheim: Kahlschlag & freie Sicht am Berliner Kreisel..

Hildesheim - Am Berliner Kreisel geht es rund: Seit zwei Tagen haben auf dem mehr als 5000 Quadratmeter großen Areal die Landschaftsgärtner das Sagen. Büsche und Sträucher werden dort derzeit komplett platt gemacht, die Wiese wird flächendeckend umgepflügt. Nur die Bäume auf dem Rondell – sie dürfen weiter stehenbleiben.

Die ersten Ergebnisse der Arbeiten sind schon zu erkennen: Autofahrer – mehr als 50 000 passieren hier täglich – haben plötzlich wieder freie Sicht, können durch das große Eingangstor der Stadt in alle Richtungen schauen. Das war lange wegen des vielen unübersichtlichen Grüns nicht möglich. „Freie Sichtachsen am Kreisel gehören zu den neuen EU-Richtlinien“, sagt Christian Grobe, Chef der Firma Die Gründlichen. Sie ist mit den Baumschnitt- und Rodungsarbeiten beauftragt. Nach Informationen des 29-Jährigen soll es hier nie wieder so viel Gestrüpp geben.

Neuer Unfallschwerpunkt

Lange Zeit galt der Kreisel in Hildesheim als Unfallschwerpunkt. Noch vor fünf Jahren registrierte die Polizei dort im Schnitt täglich zwei Unfälle. „Mittlerweile nehmen die Zahlen kontinuierlich ab“, weiß Matthias Küster, Verkehrsexperte der Polizei Hildesheim. Seine Kollegen nehmen hier hauptsächlich Auffahrunfälle mit Blechschäden auf. „Schwerverletzte gibt es hier kaum.“ Am häufigsten kracht es in Hildesheim laut Polizei allerdings ganz in der Nähe des Kreisels: an der Kreuzung Wackenstedter Straße / McDonalds.

Aber beim Kreisel geht es nicht nur um Sicherheit, sondern auch um Optik: Hintergrund der Arbeiten sei das Bestreben von Hildesheim Marketing, den Berliner Kreisel als wichtiges Entree zur Stadt künftig gestalterisch aufzuwerten, erläutert Stadtsprecher Helge Miethe. „Ringsherum mit farbenprächtiger Blumenbepflanzung.“ Sponsoren für das Areal mit einem Umfang von 372 Meter werden noch gesucht. Die Fläche muss bis Ende Februar vorbereitet sein. Dann beginne die Brutzeit der Vögel, so der Sprecher.

Heimliche Übernachtungsgäste

 

Bis dahin haben die Arbeiter noch einiges zu tun. Bahn für Bahn wie auf einem Acker fährt Forstwirt Grobe mit seinem grünen Schlepper auf dem Kreisel – übrigens im Jahr 1959 der erste Kreisel in der Stadt Hildesheim. Es knistert und kracht laut. Der zweieinhalb Meter breiten Fräse entgehen kein Zweig und keine Wurzel. Alles wird klitzeklein geschnitten und 30 Zentimeter tief untergegraben. Es riecht nach frischer Erde. Immer wieder fördert der Mann dabei auch Reste von heimlichen Übernachtungsgästen zutage: ein Schuh, leere Schnapsflaschen, sogar ein kleiner Grill. Solche Besucher werden hier künftig auf dem Kreisel-Gelände wohl nicht mehr angelockt – dafür ist das Grundstück dann viel zu einsehbar.



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Neue Deister Zeitung
Aus der Serie "Goldenes Handwerk"
Hoch oben: Ein Leben am Karabinerhaken
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 Einbeck..

Bäume an der Bachstraße gefällt:

 

EINBECK. Ein oberer Teil der Bachstraße war gestern gesperrt, weil Baumfällungsarbeiten erledigt werden mussten. 15 Bäume oberhalb der Bachstraße 39 wurden im Auftrag der Einbecker Wohnungsbaugesellschaft gefällt. Mit einem 100-Tonnen-Kran und einem 16-Tonnen-Cracker rückte die Firma »Die Gründlichen« an und legt das Grün um.

Die Robinien litten unter Kernfäule. Die Kernfäule ist ein krankhafter, parasitärer Pilzbefall von lebenden Bäumen. Die Kernfäule wird zunächst am lebenden Baum nicht bemerkt, da der Pilz über Verwundungen am Stamm, über Aststummel oder auch über die Baumwurzeln zum Inneren - bis zum Kern - des Stammes vordringt und dort sein zerstörerisches Werk beginnt. Der Zersetzungsprozess im Stamminneren bewirkt eine schleichende Vergrößerung des Hohlraums, was schließlich zur Hohlstämmigkeit führt.

Es seien bereits Starkäste ausgebrochen, berichtete Christian Grobe. Aus Gründen der Sicherheit wurden die Bäume gefällt, der Unterbestand könne nun gut nachwachsen.